Warum wir von Goethe, Faust und Mephistopheles einiges über den Umgang mit KI und den Wert des Sich-Bildens lernen können.
(… und warum wir nicht nur deshalb Werke wie „Faust“ nicht kürzen, sondern lesen – und darüber schreiben sollten!)
Von Edda Güntert
Goethe wusste sehr gut, warum er der Beschleunigung, die um 1800 alle Lebensbereiche ergriff, misstraute – und sie gleichzeitig genau im Auge behielt, erforschte und künstlerisch verarbeitete.
[Anmerkung: Jetzt kommt ein bisschen unabdingbares Vorwissen. Ja, so ist das, eins folgt aufs andere: Im Schreiben und im Denken. Schritt für Schritt zum Gipfel – schön ent-schleunigt. Und außerdem: Wann bekommen Sie je wieder auf ein paar Seiten wesentliche Dinge zum „Faust“ erzählt? Und können danach auch noch auf LinkedIn und sonstwo mit Ihrem Wissen zu „Faust und KI“ angeben? Also: Dranbleiben.]
Umfassend und tiefgreifend waren die Revolutionen, die im technischen, wissenschaftlichen und politischen Bereich das Leben zur Goethe-Zeit umwälzten: Von der Erfindung der Eisenbahn, die die Mobilität revolutionierte, der Dampfmaschine, diesem Kernstück der industriellen Revolution über die Eroberung des Himmels durch die Brüder Montgolfier, Galvanismus und optische Telegraphie drängten sich die Neuerungen und Erfindungen in einer bedrängenden Dichte zusammen, die noch uns Heutige atem- und vor allem: hilflos machen würde.
Hinzu kamen die Revolutionen auf politischer Ebene: Den Zusammenbruch jahrhundertealter Ordnungen durch die Französische Revolution, die tausende ihrer Kinder fraß, hatte er ebenso erlebt und – vor allem künstlerisch – verarbeitet wie Aufstieg und Fall so „dämonischer“ Gestalten wie Napoleon, dem er (wie dem Fortschritt selbst) in einer höchst ambivalenten, spannungsvollen Mischung aus Faszination, Neugier, Ablehnung und Sorge verbunden war.
In Goethes Lebens- und Schaffenszeit fanden Umwälzungen statt, deren Auswirkungen bis in unsere Zeit hineingreifen. Bemerkenswert und berührend der Bezug zu unserer Lebenswirklichkeit, wenn sich Goethe fragt, was die verwirrende Beschleunigung des Seins und Denkens vor allem mit der Jugend anstellt: „Junge Leute werden viel zu früh aufgeregt und dann im Zeitstrudel fortgerissen.“
Was er – der gefährdete Melancholiker und sensible Künstler mit genauer Beobachtungsgabe – wohl zu den Diskussionen um Handysucht, verkürzte Aufmerksamkeitsspanne, Einsamkeit und zu den Spaltungserscheinungen unserer Zeit gesagt hätte?
Im Wirbel von Krisen und Revolutionen: Goethes Bewältigungsstrategien
Im Laufe seines langen Lebens (1749–1832) hatte Goethe verschiedene Strategien oder „Haltungen“ erarbeitet, um solchen Herausforderungen zu begegnen, innere Integrität und persönliche Würde zu bewahren – und einen klaren Kopf zu behalten, sprich: Mental zu überleben. Da gibt es Konzepte wie die „Entsagung“ im Spätwerk, die nichts mit Verweigerung, passiv „biedermeierlichem“ Ausharren oder innerer Emigration zu tun hat (na, kommt uns das nicht bekannt vor?), sondern mehr mit einer Reduktion auf das Wesentliche oder einem Bewusstwerden der Essenz, der Substanz (auch das wäre uns Heutigen durchaus zu empfehlen).
Wichtig war dem Sprachkünstler und Augenmenschen Goethe, möglichst genaue Begriffe zum „Be-Greifen“ all dessen zu entwickeln, was sich eigentlich einer Einordnung entzieht – und was das menschliche Fassungs- und Verarbeitungsvermögen eigentlich übersteigt. Das „Dämonische“ wurde bereits erwähnt: Das konnten Zeiterscheinungen – oder Genossen sein, die in ihrer Ambivalenz zwischen „dunkler und heller Seite“ (kleiner Gruß an die Star Wars Fans) sich moralischen Beurteilungen (….!) und Kategorisierungen schlichtweg entzogen – und denen nur in einer für uns Leser (weil wir Menschen eben so gerne einordnen, be- und vor allem verurteilen!) nicht ganz leicht zu verstehenden und einzuhaltenden „Schwebe“ zu begegnen war, wie sie auch Goethes eigene Werke, vor allem das Spätwerk (die Gedichte des „Westöstlichen Divan“, Wilhelm Meisters Wanderjahre, vor allem Faust II) prägen.
Die „Lässlichkeit“ – keineswegs als Nachlässigkeit misszuverstehen – die Goethe in seinen späten Arbeiten wirken lässt und die sich z. B. in seiner Zuneigung zum Fragment, zur offenen, nicht abschließbaren Form zeigt, ist Ausdruck einer zunehmenden Klarheit: Goethe weiß, dass im Grunde nur so die Komplexität der Dinge, der wir Menschen eigentlich nicht gewachsen sind und die uns ständig fordert und herausfordert, gestaltet werden kann.
[… den folgenden Abschnitt können Sie überspringen… aber auch nur diesen – mehr mephistophelisches Abkürzen kann ich – zu Ihrem eigenen Wohl! – nicht gestatten! Wenn Sie hingegen noch ein bisschen mehr wissen wollen – nur zu.]
[Sehr spannend auch Goethes Hinwendung zur Musik, vor allem zur Polyphonie, zur Mehrstimmigkeit, d. h. dem gleichzeitigen Erklingen mehrerer, verschiedener Gesangs- und/oder Orchesterstimmen. Bach bewunderte er, wie er überhaupt Musik bewunderte – als „Laie“ konnte er aber „nur an der Schwelle“ zu ihr „schnopern (schnuppern)“, wie er bedauernd und zugleich seinen Mephisto zitierend („Was schnopert er an der Schwelle?“, Faust I) zugeben musste. Bei aller Kritik an den Frühromantikern und ihrem „Nebler- und Schweblertum“: In der Hinwendung zur Musik – DIE Kunst schlechthin in der Romantik – sah er eine Möglichkeit, der ungeheuren Vielgestaltigkeit von Welt und der modernen Erscheinungen Herr zu werden. Dass die Musik viel besser als die Dichtung, die nun mal eher linear und damit vereinseitigend verläuft, komplexe Dinge auffangen und gestalten kann, brachte Goethe dazu, z. B. in seinem „Faust II“ durch Textschichtungen musikalische Mehrstimmigkeit nachzuahmen: Ein Versuch, die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ (Gerhart Baumann) als die ganz große Herausforderung modernen Lebens künstlerisch zu gestalten – und mit ihr fertig zu werden.]
Das entscheidende Vademecum gegen die Bedrängung durch menschgemachte Unwälzungen, Krisen und Revolutionen sah Goethe aber darin: Selbst tätig zu bleiben. Sich nicht den Entwicklungen verweigern (ein Vorwurf, der heute gerne den KI-Gegnern gemacht wird). Genau beobachten, sich informieren, erforschen – und tätig bleiben „bis zuletzt“, d. h. mit den Dingen arbeiten, sie verarbeiten – in Texten, Dichtungen, Kunstwerken. Im Tätigsein erfüllte sich für Goethe das Menschsein in all seiner Unvollkommenheit, seiner Fehlbarkeit (zerstörerische Folgen inklusive) – aber auch seiner Fähigkeit, trotz oder gerade wegen seiner Begrenztheit Erkenntnis zu schaffen, den Fortschritt (in seiner ganzen Ambivalenz) voranzutreiben und in aller Vernichtungskraft auch Wertvolles, Bleibendes, Wunderbares zu schaffen. Goethes Werk ist ein Hymnus auf das Menschliche, der die dunklen Stimmen sehr wohl mitklingen lässt: „Er nennt’s Vernunft und braucht’s allein/ Um tierischer als jedes Tier zu sein.“
Wir waren beim Tätigsein. Die Betonung liegt jedoch auf dem „Selbst“. Selbst tätig bleiben.
Und genau HIER wird es interessant für das Thema KI – und für alle, die aktuell auf LinkedIn und sonstwo über „KI und die Folgen“, über das Delegieren von Schreiben und das Auslagern vom Denken, über die Vor- und Nachteile von Fortschritt und technischen Revolutionen diskutieren und streiten. Wir sind längst mittendrin in Goethes Hauptwerk, dem Faust, vor allem seinem Faust II – der aktuell mit einigen anderen Zentralwerken der deutschen Literatur das Schicksal teilt, für Schülerinnen und Schüler auf konsumierbares Maß heruntergeschrieben zu werden – weil man diesen diese – zugegeben – intellektuelle Anstrengung nicht mehr zutraut oder sie tatsächlich dieser nicht mehr gewachsen sind.
[Wer übrigens glaubt, Faust I sei „nur“ eine dramatische Liebesgeschichte, greift übrigens schon mal zu kurz – eine solche Reduzierung des Stoffs diente bereits im 19. Jahrhundert romantischen Opern wie der von Charles Gounod zum Libretto – was dazu führte, dass seine Oper in Deutschland strikt als „Margarethe“, nicht aber als „Faust“ aufgeführt wurde … aber das ist eine andere Geschichte ….]
Mephistopheles: Magier, Trickser, Manipulateur – und Herr der Abkürzungen
Eindrückliche Verse hat Goethe ihm in den Mund gelegt. Er ist „der Geist, der stets verneint“ – „und das mit Recht, denn alles, was entsteht,/Ist wert, dass es zugrunde geht;/Drum besser wär’s, dass nichts entstünde./So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt,/Mein eigentliches Element.“
Das klingt schon sehr nach bösem Teufel. Aber Goethe wäre eben nicht Goethe, wenn er uns zu einfach – und unserem Bedürfnis nach einfachen Ein- und Zuordnungen („Schubladendenken“) nachkommen würde. So einfach liegen die Dinge auch beim Bösen nicht! Nicht vergessen: „Der Herr“ – auch er ist nicht etwa der liebe Gott mit Rauschebart – gibt Faust noch bevor das ganze Drama losgeht, nämlich im „Vorspiel im Himmel“, den düsteren Gesellen in einem Pakt ganz bewusst an die Seite! Merke: Auch das Böse hat offenbar seinen Zweck im Ganzen. Und für Faust trifft das sowas von zu: Der („heiße Doktor gar“) hat nämlich von seinen ganzen jahrelangen Studien, vom Forschen, vom Suchen nach dem „Kern der Dinge“, zu dem er immer noch nicht vorgedrungen ist, endgültig die Nase voll. Burnout. Faust will Schluss machen – mit Gift.
Was soll das? Wozu noch nach Erkenntnis streben? Wofür sich bilden? Wozu sich weiter anstrengen? Macht das alles noch Sinn?
Auftritt Mephistopheles! Der umkreist Faust zwar vorher schon in Gestalt des berühmten Pudels („Das also war des Pudels Kern!“), aber genau jetzt am Tiefpunkt muss er erscheinen – nach göttlichem Plan: Der düstere Geselle, der im Grunde nichts anderes ist als die „dunkle“, sich nach einem „hirnbefreiten“ Leben sehnende Seite Fausts, bekommt jetzt die Chance, den bildungsmüden Forscher zu verführen: Äußerlich zu mehr Sex (armes Gretchen), mehr „life“ in der „life and work balance“ – im Grunde aber: zur geistigen Faulheit.
Kein Streben, kein Anstrengen mehr (was ja ohnehin wenig Aussicht auf Anerkennung hat). So war’s bereits im „Prolog im Himmel“ ausgemacht, denn der „Herr“ kann den Pakt mit dem Teufel nur deswegen eingehen, weil er weiß, dass Faust – also der Mensch – von seinem „Urquell“, seiner wissenschaftlichen Neugierde, seinem Streben nach Erkenntnisgewinn und seiner Sucht nach Fortschritt nicht ablassen kann – und wird. Mephistopheles aber darf über Faust I („die kleine Welt“) und Faust II hinweg – wo das Ganze ins Monumentale gesteigert wird („die große Welt“) – sein ganzes Arsenal an Möglichkeiten aufführen, wie Faust dazu zu verführen wäre, dass er endlich wirklich die berühmten Verse sagt: „Werd‘ ich zum Augenblicke sagen:/Verweile doch, Du bist so schön!/Dann magst Du mich in Fesseln schlagen,/Dann will ich gern zugrunde gehen.“
In der „großen Welt“ des Faust II geht es um mehr als „nur“ Entgrenzungserfahrung durch Sex: Es geht um „cash“ und wirtschaftliche Macht, um wissenschaftliche Grenzüberschreitungen und um bautechnischen Größenwahn. Das irrsinnige Dammbauprojekt kurz vor Fausts Tod – er will „für Millionen“ dem Wasser Land abgewinnen – markiert den grellen Höhepunkt eines „Mehr! Mehr!“, das – so „teuflisch“, fragwürdig und abstoßend es auf uns wirkt – für Goethe zugleich (!) die große Antriebsturbine menschlichen Handelns und Forschens ist.
Und jetzt wird’s richtig anstrengend – denn: Ist jetzt Mephistopheles der „Bremser“, der Faust zur „Ruhe“ verführen will – oder nicht doch der ewige Antreiber?
Richtig: Er ist beides! Und der „Herr“ hat es immer schon gewusst: „Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, Er liebt sich bald die unbedingte Ruh; Drum geb‘ ich gern ihm den Gesellen zu, Der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen.“ Wie jetzt? Der Teufel schafft? Hat er nicht vorher gesagt, dass er der Typ fürs Zugrunderichten ist, fürs Zerstören? Ja – und nein – und wieder Ja: IN der Zerstörung liegt schon wieder der Neubeginn – und immer wenn er Faust fast am Boden hat, entsteht aus dem drohenden Stillstand wieder der Impuls, weiterzumachen.
Armer Teufel! Eigentlich hat er von Beginn an keine Chance – und selbst als Faust stirbt und Mephistopheles hofft, mit ihm die Höllenfahrt antreten zu können, weicht dieser noch in den Konjunktiv aus: Im Größenwahn des Dammbauprojektes – das keines ist, denn in Wahrheit schaufeln nur mumienhafte Lemuren, Zerrbilder … sein Grab, was er aber in seiner „Blindheit“ nicht erkennt – verschiebt er den „Tod“, das endgültige Ausruhen schon wieder in die Zukunft: „Zum Augenblicke dürft‘ ich sagen,/Verweile doch, Du bist so schön.“ Und dann bekommt dieser auch die Erlösung durch die himmlischen Heerscharen gesenkt!
Aber wie stellt denn Mephisto das jetzt an, mit dem Verführen zum Stillstand, zur Bequemlichkeit („denn, wem die Arbeit will gedeihen, der muss nicht allzu hastig sein…“)? Er setzt auf: Beschleunigung. Moment… ja, wieder so ein Paradoxon, mit dem Goethe unsere Synapsen „weidlich schwitzen“ lässt – das aber nur zeigt, wie genau er menschliches Denken und Handeln studiert hat.
Mephistopheles ist durch beide Teile des „Faust“ hindurch der große Beschleuniger. Der Abkürzer. Der Trickser. Der Kompetenzsimulator und Dampfplauderer, der uns nur noch „Worte“ „einbläst“. Das macht ihn – bei allem Charme und Witz – brandgefährlich, denn er ist tatsächlich ein Zerstörer, ein „Untergeher“: von eigener Anstrengung, eigener Tätigkeit und damit von eigenem Erleben und echter Erfahrung – sprich: von der Autonomie des Denkens und Handelns. Wie verführerisch in der Tat: Warum sich selbst noch anstrengen, wenn’s auch schneller geht?
Goethe hat nicht von ungefähr die Beschleunigungstendenzen der modernen Welt „veloziferisch“ genannt: Eine geniale Verschränkung von „velocitas“ (lat. „Schnelligkeit“) und „luziferisch“ – während Mephistopheles nur ein Abgesandter ist, gilt Luzifer als der oberste Herr der Hölle. Und wieder diese Ambivalenz: Einer der obersten Engel, der das „Licht“ im Namen trägt und dem – ähnlich wie Prometheus – der Griff nach dem gottgleichen Licht zum Verhängnis wurde.
Dass Mephistopheles der Diener der modernen Beschleunigung ist, zeigt sich schon bei so einer vermeintlich unwesentlichen Szene wie dem Aufstieg auf den Brocken zur Hexennacht: Dem Vertreter von Zerstörung und Vernichtung geht’s nicht schnell genug. Schon da setzt auf: MAGIE und künstliche Beschleunigung. Und sei es nur in Gestalt eines Zauberbesens oder eines fliegenden Ziegenbockes. Faust hingegen? Vertraut auf seine eigenen Beine und stützt sich auf seinen „Knotenstock“. Mit Magie hätte er es schneller und leichter haben können – aber: „Solang ich mich noch frisch auf meinen Beinen fühle, /Genügt mir dieser Knotenstock.“
Und dann der für unser Thema so wichtige Vers: „Was hilft’s, daß man den Weg verkürzt!“
Fausts (und unsere) Chance auf Erlösung: Selber laufen, selber denken, selber schaffen! (… ratsam gerade in Zeiten von KI)
Faust will sich den Weg zum Gipfel nicht künstlich verkürzen. Er setzt auf eigene Voraussetzungen (Beine), Handwerk (Knotenstock) – und die Inspiration durch die Natur. Das ist die klare Verweigerung jenes Beschleunigungswahns, dem er – als Verführung zur Bequemlichkeit (nicht selber laufen, nicht selber denken, nicht selber erfahren müssen) – immer wieder zu erliegen droht – und doch immer wieder neu haarscharf entkommt. Ob Zaubertrank zur Verjüngung, Zaubermantel, fliegende Ziegenböcke und Zauberpferde zur schnelleren Fortbewegung, „Papiergeld“ statt echter Wertschöpfung zur Abwendung der Staatspleite, „glühende Schlüssel“, um Zeit und Raum zu überwinden: Ein praktisches „Tool“ nach dem anderen bietet Mephisto an – und alle sind sie Zeichen einer zunehmenden Entwertung und Entkernung: Simulation statt Echtheit, Trugbilder statt Erfahrung und Erkenntnis, ja, sogar ein künstliches, im Reagenzglas gezüchtetes Menschlein („Homunculus“), das dank Magie nicht „entsteht“, „wächst“ – also in einem von Schmerzen, Erfahrungen, Scheitern und Neuanfang geprägten Prozess -, sondern einfach nur sofort „da“ ist.
Wie eine rein KI-generierte „Schöpfung“: Einfach „da“. Zutaten ins Reagenzglas, klicken, Ergebnis. Wie der Homunculus, der künstlich geschaffene Mensch, haben auch rein KI-generierte „Schöpfungen“, z. B. Texte keine „Geschichte“, so äußerlich perfekt sie erscheinen müssen: Anders als in menschengemachten Schöpfungen prägt sich in ihnen nicht der Entstehungsprozess, der „Trippelgang“ der Entwicklung – mit Schmerzen, Krisen, Korrekturen, Abbrüchen und Neuanfängen – aus. Sie sind nicht evolutionär gewachsen, sondern sind schlichtweg re-volutionär nur „da“.
Das gibt ihnen diese profil- und kantenlose Glätte, die äußere Perfektion. Außerhalb ihrer „Phiole“, ihres Reagenzglases fehlt ihnen aber genau jene Tragkraft, jene Wahrhaftigkeit und Essenz, die eine menschgemachte Schöpfung auszeichnet.
[Anmerkung: Wer glaubt, Bewerbungsunterlagen oder Social Media Posts über Bach „mal so“ schnell mit Mephistopheles‘ Hilfe generieren zu können, darf sich nicht wundern, wenn nichts kommt, wenn man im wirklichen Leben außerhalb der Phiole dazu befragt wird …]
Anders als der „Homunculus“, der daran leidet, dass ihm eben dieser erkennbare, profilprägende Schaffensprozess zur Begründung seiner Existenz fehlt und der sich deshalb selbst vernichtet, um über ein „Nachholen“ der Evolution ein echter MENSCH mit einer echten Genealogie zu werden, werden KI-generierte, mephistophelisch beschleunigt erzeugte Schöpfungen nie den Anstrich von Wechselbälgern los: Nicht klar zuzuordnen, ohne wirkliche Verankerung in eindeutiger Herkunft. Nur irgendwie auf einmal „da“.
Und Faust – dieses Abbild des strebenden, forschenden, irrenden, fehlbaren Menschen? Der ist zum einen dieser magischen Beschleunigung, die immer auch Verkürzung und damit immer auch Verlusterfahrung um den Preis echten Erlebens und eigener Erfahrung ist, gar nicht gewachsen. Zwar erliegt er immer wieder auch mal der Verführung, mittels mephistophelischer „Tools“ schneller seine Wünsche und Erkenntnisziele zu erlangen. Das Problem: Seine Erkennntnisinstrumente sind gar nicht darauf ausgerichtet – oder besser: Sein menschliches „Betriebssystem“ kann die enorme „Rechenleistung“ der sich künstlich-„magisch“ vor ihm auftuenden Dinge gar nicht verarbeiten.
Der frustrierte und ermüdete Forscher Faust will dem Bauprinzip der Natur – in Gestalt des „Erdgeistes“ – nicht mehr im „Trippelgang“ mühseliger Forschungsarbeit auf die Spur kommen. Also wählt er – sogar noch bevor Mephistopheles auftaucht – Zaubersprüche, um den Geist sofort, d. h. ohne die anstrengende, nur häppchenweise fortschreitende Forschungsarbeit herbeizurufen. Das geht gnadenlos schief: Sobald der Geist in seiner ungebremsten Fülle vor ihm auftaucht, bricht Faust zusammen. Wenn er die antike Helena – die Verkörperung antik-klassischer Schönheit – per Magie heraufbeschwört, passiert das Gleiche.
Interessant ist, wie Goethe die Augenblicke (nicht umsonst ein zentraler Begriff bei ihm!) gestaltet, in denen Faust nicht zusammenbricht, sondern Erkenntnis gewinnt: Das glückt paradoxerweise immer dann, wenn er auf Magie verzichtet – wenn er seine eigene Begrenztheit akzeptiert, wenn er auf das setzt, was ihn als Mensch auszeichnet, so unvollständig und fehlbar es auch sein mag: seine „Beine“ und seinen „Knotenstock“, also eigenes Vermögen und Handwerk, um den Gipfel selbst in eigener Geschwindigkeit zu besteigen. Dem Licht der Sonne vermag er nur „ins Auge zu blicken“, wenn es im Regenbogen erscheint, d. h. gebrochen in den Tropfen des brausenden Wasserfalls. Der menschliche Erkenntnisapparat ist nur auf das Gefilterte ausgerichtet – wir müssen gewissermaßen in der „Felsspalte“ (wie Moses angesichts des vorübergehenden Gottes) sitzen, um die unsere Fassungskraft übersteigenden Kräfte auszuhalten.
Und jetzt kommt das Beste: Wenn Faust auf „Magie“, auf die künstliche Beschleunigung verzichtet, geschieht das, was er sich im Grunde ersehnt: Das „Unzulängliche“ – also das, was wir eigentlich nicht haben, nicht erzeugen können, was sich unserem Zugriff entzieht – wird in herausragenden Augenblicken „Ereignis“: Es wird „Er-Äugnis“ – d. h. es ist „da“, aber nicht „einfach da“, sondern als Erarbeitetes, Errungenes, Erkämpftes.
Und jetzt verstehen wir auch, warum Gott/Goethe diesen Faust – was für ein Unsympath (aber wir wissen ja schon, darum geht es Goethe nicht) – als irrenden, fehlerhaften, über Leichen (Gretchen, das alte Ehepaar Philemon und Baucis, das dem Dammbauprojekt weichen muss) gehenden Menschen am Schluss auch noch Erlösung zuspricht.
Die Höllenfahrt fällt aus: Mephistopheles verliert die Wette, weil er Faust letztlich nie wirklich von seiner Sehnsucht und seinem Willen nach Essenz, nach Substanz, nach Wahrheit abbringen kann. So sehr er irrt, für die „himmlischen Heerscharen“ zählt, dass er – trotz aller sündigen Verführbarkeit durch die Magie, durch Mephistopheles, den Geist der Beschleunigung – dennoch dem „Göttlichen“, der Wahrhaftigkeit verbunden bleibt: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen„, lauten die berühmten, vielzitierten Verse. Das stete Bemühen wird gekrönt – nicht aber der Irrglaube, dieses intellektuelle Bemühen als das „einfach mal so“ per Magie – per KI – überspringen und schneller zum Gipfel gelangen zu können.
…… SIE SIND NOCH DA? Sie haben bis hierhin gelesen, gekämpft, gegrübelt – und das nur mit Ihrem Kopf, ganz ohne Magie? Sie faustischer Mensch, Sie! Respekt, Respekt!
Und dafür gibt es jetzt auch für Sie am Schluss die „Erlösung“ … 🙂
Sie wissen jetzt schon – oder ahnen, was das alles mit KI und unseren modernen Revolutionserfahrungen, unseren Ängsten und Sorgen um das, was „(noch) menschlich“ ist, zu tun hat. Und Sie ahnen auch, warum es sich wirklich lohnt, den „Faust“ nochmal unter diesem Blickwinkel zu lesen.
Natürlich wäre es unzulässig zu behaupten, Goethe hätte mit seinem „Faust“ schon die KI-Revolution vorausgesehen. Man soll und darf Kunstwerke nicht auf das „hinbiegen“, was man nur allzu gerne in ihnen lesen möchte (auch so eine Erscheinung unserer Zeit – und nicht die beste). Das verbietet sich von selbst, nicht nur von der historischen Einbettung her. Man kann aber – immer mittels begründbarer, stichhaltiger Belege anhand des Textes, die erst ein sauberes Argumentieren ermöglichen, und vor allem unter Hinzunahme des Wissens um Goethes geradezu prophetische Gabe, wenn es um den menschlichen Hang zur Beschleunigung, zur Übersteigerung und zur Selbstvernichtung geht – mit Fug und Recht sagen: Hier hat wirklich jemand ein in seiner geradezu unerschöpflichen Themenvielfalt wahrhaft monumentales Werk geschaffen, in dem die Frage nach dem Wert des Menschlichen, nach seiner Verstrickung in das von ihm selbst geistig und technisch Geschaffene, ihn Überrollende, nach dem Wert der Mühe von Forschung, Bildung und Erkenntnisstreben die ragenden roten Fäden bilden.
In einer Zeit, in der Universitäts- und Schulgebäude, sprich: Wissensorte, die noch viel mehr sind als das, nämlich Orte des geistigen Austauschs, des Heranbildens geistiger Autonomie und Urteilskraft und damit Pfeiler unserer Gesellschaft, verfallen, gewinnen diese Fragen brennende Aktualität. Goethe sah es als das wichtigste Ziel eines (Schreib-)Kunstwerkes an, dass es seine Leserinnen und Leser zum „Nachschaffen“ anrege: Erst die Resonanz in der Auseinandersetzung durch die Leserschaft („er wird am Ende mehr darin finden, als ich hineinlegen konnte“) lässt das Werk über seinen Entstehungszusammenhang hinaus weiterleben. Fraglich, ob das rein KI-generierte Texte, die „Homunculi“ unter den Textsorten, je fertigbringen. Denn wir wissen ja jetzt, was dem Reagenzglas-Produkt fehlt.
Was auf dem Spiel steht in Zeiten von KI
Aber die noch viel drängenderen Fragen sind diese: Wie steht es um solche auf Resonanz hin angelegten Denk-Kunstwerke, wenn sie in unserer Zeit nicht mehr im Urtext gelesen – sondern abgekürzt, auf ein einfaches, „schneller“ konsumierbares Maß heruntergeschrieben werden, statt Schülerinnen und Schülern diese Lese- und Lernerfahrung als essentielle Zu-Mutung mit auf den Weg zu geben, damit sie genau das herausbilden können, was wir im KI-Zeitalter dringend brauchen: Wissen, Kenntnis, Erfahrung, Urteilsvermögen?
Wie steht es um die Mühe des Forschens, der eigenen intellektuellen Anstrengung, wenn man überlegt, Hausarbeiten an Schule und vor allem Universität abzuschaffen – und damit die wenigen Chancen, das Denken durch das Schreiben und das Schreiben durch Denken zu lernen, dem Nachwuchs von vornherein verwehrt? Die Diskussionen um den KI-bedingten „Entry-Level-Gap“ gehören auch hierher: Was, wenn KI den „Weg verkürzt“ – genau diesen aber (mit allen Entwicklungsmöglichkeiten) zugleich für die abschneidet, die diese Lernwege dringend beim Eintritt in den Arbeitsmarkt brauchen?
Und noch weiter reicht die Tragweite: Was geschieht, wenn KI in „dumme“ Hände fällt? Schauen wir kurz ins Studierzimmer, als Mephistopheles – verkleidet im Mantel Fausts – sich den „Spaß“ erlaubt, den einfältigen, ohne Urteilskraft und nicht mal Misstrauen agierenden Studieranfänger an der Nase herumzuführen: Wie er sich als gewitzter Prompt-Engineer erweist, der Wissen nur noch simuliert – wie er sich „bemäntelt“ im Mantel des Gelehrten und Expertenwissen nur noch vortäuscht (merken Sie’s?), um im Studierzimmer dem einfältigen Studenten einzublasen, dass es nicht auf Begriffe, sondern nur noch auf „Worte“ ankomme …
Was für ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die mit immer mehr Worten (parole, parole), irrelevantem Bla Bla um sich wirft, der aber das Be-Greifen und Begriffe, d. h. nach Goethe echtes Verstehen und Durchdringen, immer mehr abhandenkommt. Und was für eine Gefahr: Was passiert, wenn immer mehr „Anfänger“ – gerade auch Kinder, Jugendliche – ohne genügend herausgebildete Urteilskraft und Resilienz (Bildungssystem, wo bist Du?), an einen „Mephisto“ im Mantel der Gelehrsamkeit geraten? Und das, was die KI in Experten-Attitüde ihnen an „Worten“ ausspuckt, für bare Münze halten? Wir wissen es: Manipulation ist eines der Übel, die mit aus der Büchse der Pandora herausfliegen.
Was für mephistophelische Unternehmungen! Und: keine Erlösung mehr in Sicht! …. oder besteht doch noch Hoffnung?
„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“. Es gibt sie noch. Die, die sich strebend bemühen. Die die Last und die Qual auf sich nehmen, nicht „Wissen anzuhäufen“, sondern sich Wissen in intellektueller Anstrengung und Denk- und Schreibarbeit zu erarbeiten – und zwar in der Weise, dass es, gerade DURCH dieses Durchdringen – zu echter Erfahrung, zu Besitz – und damit erst wirklich vermittelbar wird. Nur so kann noch von Wissenstransfer gesprochen werden.
Hier winkt die Erlösung, zumindest der Trost für all die frustrierten Forscherinnen und Forscher und alle wegen KI und dem hysterischen Geplapper darum besorgten Gelehrten, Geisteswissenschaftler, Texterinnen und Texter, kurz: Alle Kreativen, die sich das immer noch „antun“ – damit wir alle eine Chance haben, an die Essenz, an erarbeitetes, nie ganz fehlerfreies, aber doch geprüftes Wissen und an kreative Schöpfungen zu gelangen, die diesen Namen noch verdienen – weil ihnen der Qualitätsstempel, das Siegel echter intellektueller Anstrengung – und damit (nach Goethe) menschlicher Würde tief eingeprägt ist.
Mag sein, dass solche echten Schöpfungen – und vor allem auch ihre Rezeption: Lesen, Studieren, Verstehen – Zeit brauchen. Mag sein, dass es „mit KI schneller geht“. Mag sein, dass KI-Schöpfungen glatter, „perfekter“ sind – aber gegenüber ihrer „Geschichtslosigkeit“ wirkt in fehleranfälligen menschlichen Schöpfungen genau das, was sie einzigartig macht: der vorangehende Arbeitsprozess, der in jedem erkämpften Satz nachzittert, jedem Pinselstrich, jeder Beweisführung.
„Was hilft’s, daß man den Weg verkürzt!“ – Warum sich gerade jetzt Menschliches und Menschgemachtes bewährt
Goethe misstraute Revolutionen, weil sie mit Gewalt und Überwältigung einhergehen. Evolution war ihm näher: Die Metamorphose, dieses langsame Herauswachsen und dynamische Sich-Transformieren, das nur vorläufige „Ergebnisse“ kennt – um wieder neuen Erkenntnissen Raum zu geben (eben nicht die statische „Wissensanhäufung“, von der aktuell so viele reden – eher kommt das Ganze dem „knowledge transforming“ näher, von dem die Kognitionswissenschaftler und Schreibdidaktiker Carl Bereiter und Madeleine Scardamalia sprechen). Das war ihm „menschgemäßer“.
Und die Gefahr darin hat er deutlich gesehen: Wer Denk- und Arbeitsprozesse künstlich überspringt und sich ersparen will, was nun mal nur im mühseligen „Trippelgang“ wissenschaftlichen oder kreativ-künstlerischen Erarbeitens leistbar ist, läuft Gefahr, den Ergebnissen – seinen eigenen „Schöpfungen“ – weder psychisch noch physisch gewachsen zu sein.
Zugleich aber wusste er eben nur zu gut, dass wir uns die „Luzifers“ und „Mephistopheles“ nicht selbst austreiben können, weil sie Teil des menschlichen Wesens sind – und (man denke an die Worte des „Herrn“ im Prolog im Himmel) sein sollen: Denn zweifellos sind sie es, die als dunkle „Lichtbringer“ die Forschung, den Fortschritt antreiben und uns zu Techniken der Beschleunigung verführen. „Das geht nicht mehr weg“, so titelt Andreas E. Loff sein neu erschienenes Buch zu „KI in der Welt von morgen.“ Die Ambivalenz ist dem menschlichen Forscherdrang inhärent.
Das Mephistophelische tritt aktuell stärker denn je zutage: Die Frage ist aber, ob wir ihm nun endgültig in die Hände fallen. Wenn wir Beschleunigung nur um den Preis der Verdammnis echter Bildung als eines steten „Sich-Bildens“, um den Preis von kreativer Anstrengung, um den Preis von Kultur als solcher glauben erwerben zu müssen – dann wäre das Ergebnis: Eine Höllenfahrt nie dagewesenen Ausmaßes.
Viel steht auf dem Spiel. Würde und Wert menschlichen Strebens, menschlichen Schaffens, menschlicher Kreativität und Bildung. Mag sein, dass KI – wie Mephisto – „nicht mehr weggeht“. Aber wenn dem so ist – warum nicht diese neue Gefährdung als Herausforderung betrachten, als gottgewollten „Schalk“ („Ich habe deinesgleichen nie gehasst. Von allen Geistern, die verneinen, Ist mir der Schalk am wenigsten zur Last.“), der den Menschen, wenn er seines Strebens müde wird und stehenzubleiben droht, wieder zum Schaffen antreibt.
„Was hilft’s, daß man den Weg verkürzt!“ Heißt: Lieber mal wieder selber „klettern“ mit eigenen Beinen und Knotenstock, „Bock“ entwickeln aufs selber Lesen, selber Denken, selber Schreiben … – und öfter mal den bequemen „fliegenden Bock“ stehen lassen. Das trainiert die Synapsen! Und machen auch wir aus dem Pakt eine Wette – bei der (wie bei Faust) klar ist, wer gewinnt: Besser den „Schalk“, der nun mal „nicht mehr weggeht“, weniger als Gefährdung, sondern als Herausforderung betrachten, der wir uns stellen müssen. Und dem sich gerade DIE stellen können, die gebildet, kreativ, urteilskräftig und resilient genug sind, um dieser neuen Revolution zu begegnen und möglichst gute, „menschenwürdige“ Seiten abzugewinnen.
Hinweis zum Text: Erarbeitet, erdacht, erkämpft. Anstrengend war’s. Gelungen? Ich hoffe. Auf Zitatangaben, Fußnoten etc. habe ich verzichtet, um den Text nicht zu überlasten – wir sind ja hier nicht an der Uni… Fehlerhaft? Schon möglich. Möglich aber, weil – und das ist das Wunderbare am eigenen Schreiben! – sich beim SchreibDenken all das wieder eingestellt hat, was ich (über 20 Jahre ist meine Promotion schon her) bereits vergessen glaubte (eine „allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben“ – danke, Herr von Kleist!). Da sieht man es wieder: Was man sich erarbeitet, selbst wirklich durchdrungen hat, bleibt verfügbar – over Jahre hinweg. Daher auch von meiner Seite der Rat: Nichts künstlich verkürzen. Selber machen, selber erleben. Wie erlösend.
Gleich selbst lesen – hier die Literaturhinweise:
- Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Sybille Demmer. dtv Verlagsgesellschaft, München. ISBN: 978-3-423-12400-3.
- Loff, Andreas O.: Das geht nicht mehr weg. KI in der Welt von morgen. Rowohlt Polaris, Hamburg 2026.
… und wer sich jetzt nochmal mit Schreiben und Denken und SchreibDenken auseinandersetzen will:
- Franz, Markus: Reden – Schreiben – Wirken – und ganz nebenbei ein besserer Mensch werden. correctiv, Essen 2015.
- Kruse, Otto: Kritisches Denken und Argumentieren. UVK Verlag, Konstanz und München 2024.
- Scheuermann, Ulrike: Schreibdenken. Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln. utb, Leverkusen 2016.
- Zehn Gebote des Schreibens [Autorinnen und Autoren über die Schulter geschaut]. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), 2. Aufl. München 2012.

